C-Wurf

Geburt ist unsere Sache irgendwie nicht… Wenn ich meine Texte zu A- und B-Wurf mit Bea lese, gab es immer schwache Wehen zum Ende der Geburt, der letzte Welpe hatte einen zähen Weg auf die Erde. Wir hatten gehofft, dass es mit Ayla nicht so sein wird. Es war auch anders, aber nicht wirklich besser. Wir hatten den C-Wurf für Samstag, den 7.7. erwartet. So verwunderte es nicht, dass Ayla morgens um 5.30 Uhr beim Gang in den Garten reichlich Fruchtwasser verlor. Bereitwillig lief sie in die Wurfkiste und hechelte leicht. Allerdings passierte bis mittags nichts weiteres, keine Geburtsanzeichen. Wir fuhren zu unserer Tierärztin, ließen ein Röntgenbild machen – 5 Welpen waren gut zu erkennen – und ein Ultraschallbild, das Leben zeigte. Der Muttermund war gut geöffnet, aber Wehen blieben aus. Auch ein Wehenmittel bewirkte nichts. Uns blieb die Fahrt in die Tierklinik. Dort wurden bei einer weiteren Ultraschalluntersuchung die Herztöne ermittelt. Sie waren immerhin so gut, dass wir es wagen wollten, noch einen zweiten Versuch mit einem Wehenmittel zu unternehmen. Ayla, die verblüffend ruhig war, bekam einen Glukosetropf angelegt und Oxytocin gespritzt. Wir haben mit ihr zusammen gewartet.

Aber alles Warten half nichts. Keine Wehen. Die Ultraschallkontrolle zeigte, dass die Herztöne der Welpen leicht schwächer wurden. Deshalb entschieden wir uns zu einem Kaiserschnitt. Gegen 18.00 Uhr hat das nette Klinikteam in Norderstedt 4 gesunde Welpen zur Welt gebracht. Es konnte uns auch die Ursache für die Geburtskomplikation zeigen: ein Rüde, der leider tot in der Hündin war, hatte vorne im Geburtskanal gelegen und damit verhindert, dass Wehen einsetzten. Der Anblick dieses etwas kleineren, aber entwickelten Welpen war traurig. Es kommt bei Würfen häufiger vor. Zumindest – man muß ja überall etwas Gutes finden – haben wir nun nicht die Befürchtung, dass Ayla eine Wehenschwäche hat. Ayla selbst geht es gut. Sie hat ihre Babies sofort angenommen und sie gesäugt und geputzt. Es ist beeindruckend zu sehen, was eine Hündin nach so einer Operation leisten kann und wie vermeintlich einfach sie sie wegsteckt. Oma Bea war hochglücklich, als wir mit Ayla und den Vieren abends spät zu Hause ankamen. Endlich wieder Babies! Sie hat gleich mit geputzt und durfte mit in die Wurfkiste.